Über mich

Ich liebe das Leben! - Warum?

Weil es nie langweilig ist. Nein, es ist herausfordernd, ständig am Rande des Beherrschbaren, zu viel oder zu wenig, nie in Sicherheit, immer in Bewegung, meine ganze Konzentration erfordernd, voller überraschender Wendungen.

Ist mein Herz je groß genug, die Größe des menschlichen Lebens, seiner Höhen und Dramen im Moment, wo es geschieht in seiner ganzen Wirklichkeit zu fassen?

Diese Fragen und Beobachtungen haben mich in meinen Beruf hineingeführt.

Begonnen habe ich mein Berufsleben in der fünf Sterne Gastronomie im Management in den schönsten Hotels der Welt.

Dort habe ich gelernt, Menschen gut zu beobachten, um ihren Ansprüchen entsprechen zu können.

Und ich habe meine Angst vor berühmten Menschen und Menschen mit hohem Amt verloren, da ich sie so ganz alltäglich und nah erleben durfte, dass ich in ihnen wieder ganz den Menschen zu sehen gelernt habe.

In Rudolf Steiner (1861-1925), dem Gründer der Anthroposophie und innerhalb derer auch der Waldorfschulbewegung, fand ich jemanden, der mir viele Anregungen zum Vertiefen dieser Beobachtungen und zum Weiterdenken gab und immernoch gibt. Um seine Weltanschauung und seine Pädagogik zu entwickeln war er in erster Linie eins: ein herausragender Beobachter von Entwicklungen und ihren Gesetzen, sei es im Menschen, sei es in der Welt.

Dann habe ich geheiratet und in fünf Jahren vier Kinder zu Welt gebracht.

Sie haben mir ermöglicht, vierfach eine Entwicklung zu beobachten, bei der ich vom ersten Anfang an dabei war. Was für ein Privileg. Niemals sonst im Leben kennt man alle Faktoren, die zu etwas geführt haben.

Und jetzt: Entwicklung über 20 Jahre lückenlos verfolgen. Studieren können, was sich wie auswirkt. Nie bin ich müde geworden, diesen Prozess mit höchstem Interesse zu studieren.

Mit dem Heranwachsen meiner Kinder begann sich so ein neues Berufsbild zu formen.

Vorträge waren das erste, was neben der Erziehungstätigkeit möglich war. Aus dem Inhalt der Vorträge kamen erste Beratungsanfragen, erste kleine Seminare, mal eine Begleitung eines ganzen Kollegiums. Später Unterrichtstätigkeiten in der Erwachsenenbildung.

So hat sich schließlich ein ganzer Blumenstraus an Tätigkeiten daraus gebildet, der immer eines zum Inhalt hat: mit Hilfe des gesprochenen Wortes das Leben zu beobachten und zu gestalten und zu begleiten, für Einzelne, für Paare, für Familienkonstellationen, für Gruppen, für Berufsfelder, für Benachteiligte und Bevorzugte, oder einfach gesagt -

Für den Menschen und alles, was ihm im Leben entgegenkommen mag.

Mit Menschen den nächsten Schritt zu finden in ihrer eigenen Biographie ist eine meiner schönsten Beschäftigungen, weil ich kaum ein schöneres Erlebnis kenne, als einen Menschen mutvoll über die eigenen Begrenzungen hinauswachsen zu sehen.

Mit Gruppen an Themen des Lebens zu arbeiten, liebe ich sehr, da jede Gruppenkostellation einzigartig ist und in wenigen Stunden eine intensive Gemeinschaft entstehen kann, die eben noch Fremde zu den vertrautesten Menschen macht.

So haben mich all diese vielen Begegnungen, die mir die Einzelheiten ihres Lebens anvertraut haben, letztlich auf vielen Gebieten ausgebildet.

Sie haben mich Facetten von Partnerschaft und Familiengesetzmäßigkeiten, Krankheit und Tod, Angst und Verlust, Mißbrauch und Ohnmacht, Generationenkonflikt und Konkurrenz, Liebe und Geld, Karriere und Leidenschaft, Scheitern und Sinnlosigkeit, Überdruß und Überleben studieren lassen.

Und dieser Weg des Lernens wird bis zum Ende meines Lebens weitergehen, da nicht zwei Leben einander gleichen, auch wenn die Themen, mit denen ein Mensch im Leben konfrontiert wird, oft ähnlich sind.

Die Freude, Gesetze zu finden, die in einem Thema des Lebens an den Menschen herantreten, ist der Quell für meine Vorträge, für die ich inzwischen auch im Aufbau eines Youtube Kanals bin, weil ich gerne meine Beobachtungen mit allen anderen Menschen teile.

Mit meiner Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzende der Christopherus Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Laufenmühle e.V. in Welzheim verbinde ich die größte Freude, eine vorbildliche Institution in ihrer Entwicklung studieren und begleiten zu dürfen.

Im Aufbau der gemeinnützigen Genossenschaft Schwarze Erde Erfurt stehe ich erstmals selbst in der Verantwortung für ein großes Projekt und hoffe einen Ort gestalten zu können, der Heimat sein kann für alle Begegnungen, die noch kommen wollen.